Swinger Lifestyle

 

Dieser Beitrag handelt davon, Swinger zu sein und andere Menschen in sein Sexleben einzuladen. Es ist also keine Erzählung, sonder mehr allgemeine Betrachtungen zum Thema Swingen.

Vertrauen

Um Swinger zu sein ist es unabdingbar, Vertrauen zu seinem Partner/seiner Partnerin zu haben. Es ist wichtig, dass man bereits im Vorfeld über die Dinge spricht, die einen dabei beschäftigen und dass man die gegenseitigen Erwartungen abgesprochen hat. Es ist auch sehr wichtig, dass mein Partner meine Signale “lesen” kann, und dass man sich versichert, dass es dem anderen gut geht, wenn man dabei ist, sich in gewisse Situationen zu wagen. Am Anfang war es für meinen Mann und mich sehr wichtig, dass wir jederzeit Kontakt zueinander hatten, sowohl körperlich als auch Augenkontakt. Heute, nach vielen Jahren als Swinger, genügt es für uns, dass wir uns ab und zu anschauen, wenn wir in eine Situation geraten, die neu für uns ist. Aber das gegenseitige Vertrauen, das wir im Laufe der Jahre aufgebaut haben, bewirkt auch, dass sowohl mein Mann als auch ich kein Problem damit haben, wenn einer von uns z.B. in einem anderen Raum spielen geht – nur Abmelden nicht vergessen! Dieses Vertrauen und Verständnis haben wir im Laufe vieler Jahre aufgebaut, und wenn man vollkommen neu im Swinger- Milieu ist, dann ist es nicht umbedingt anzuraten, gleich mit Partnertausch in verschiedenen Räumen zu starten. All die Paare, die wir getroffen haben, die bereits das erste Mal, als sie unterwegs waren alles ausprobieren wollten (Partnertausch, Sex in getrennten Räumen, Gangbang, Sandwich, you name it), sind heute nicht mehr zusammen… Oft sind es die Männer, die mehr “aushalten” können und schneller zum “nächsten Schritt” bereit sind (was auch immer das für das einzelne Pärchen bedeutet), aber man sollte nie vergessen, dass beide Partner sich wohl und sicher fühlen müssen, bevor man gefahrlos mit anderen spielen kann ohne dass die eigene Beziehung darunter leidet…

Nein, das will ich nicht!

Mein Mann und ich haben eine feste Abmachung, die darin besteht, dass wir zu jeder Zeit das Spiel mit anderen beenden können, auch ohne nähere Begründung. Die einfache Tatsache, dass man sich in der Situation nicht wohl fühlt ist genug. Keine Erklärung nötig. Wir sind hier zusammen, wir gehen auch wieder zusammen, und wir tun das alles zu unserem Vergnügen. Wenn es einem von uns deshalb in einer Situation nicht gut geht, gibt es keinen Grund, weiterzumachen. Auch hier ist es wieder äusserst wichtig, klare Absprachen zu treffen. Viele Paare, die mehr extreme Sexspiele bevorzugen (Gangbang, SM, Dominanzspiele etc.) haben oft ein eigentliches “Stoppwort”. Und es ist genauso wichtig, nein zu sagen, wenn man keine Lust auf die potenziellen Sexpartner hat. Das ist natürlich leichter in einem Klub als bei einem privaten Treffen mit nu einem Paar. Aber auch hier sollte gelten: Wir machen das hier zum Vergnügen, und es nützt in diesem Zusammenhang wenig “to take one for the team”. Natürlich wird es oft vorkommen, dass die Chemie zwischen manchen Menschen besser ist als zwischen anderen, aber es ist doch wichtig, daran zu denken, dass man nicht nur “dem Partner einen Gefallen tun”, sondern auch selbst Spass haben sollte. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, Sex mit jemandem zu haben, während dein Partner total auf dessen Partner abfährt, ist es besser, das ganze abzublasen! Die Gefahr, dass negative Gefühle entstehen, ist sehr gross….

Bilder

Mein Mann liebt es, Fotos zu machen, wenn wir Sex mit anderen haben. Das ist eigentlich auch meistens kein Problem, aber hier ist es ebenfalls ungeheuer wichtig, vorab zu fragen. Alle sind nackt, in einer sehr intimen Situation und ziemlich “entblösst”. Aber natürlich ist es auch toll, ein Erinnerungsfoto zu haben von einem fantastischen Abend, an dem eine schöne Frau mich oral verwöhnt, während mein Mann sie von hinten vögelt und ich ihrem Mann währenddessen einen blase :-). Selbstverständlich teilen wir diese Bilder nicht mit anderen als den Beteiligten, und wenn man ein besonders gelungenes Foto für ein Profil o.ä. verwenden möchte, dann müssen alle natürlich vorher gefragt werden und nicht wiedererkennbar sein. Meiner Meinung nach (und zum Glück sind die meisten Menschen hier wohl mit mir einig) ist es respektlos und verwerflich, Bilder von und mit anderen ohne deren Zustimmung zu benutzen – zum Glück haben wir das noch nie erlebt… 🙂

Die meisten Swinger wissen zum Glück, wie man sich benimmt, sind respektvoll und kennen ihre eigenen und die Grenzen ihres Partners/ihrer Partnerin. In einem der Klubs, die wir öfter besuchen, ist an der Garderobe ein kleines Schild, das alles sagt: “Wer ficken will, muss freundlich sein!”

 

Hotmama
Hotmama

 

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